Dean Blunt: Brutal

Schon wieder einer dieser Künstler, der seine Identität hütet wie Don Camillo das Weihwasser. Und zwar im doppelten Sinne: Von seinem Duo-Projekt Hype Williams ist so wenig bekannt wie von seinem Solo-Projekt Dean Blunt. Wobei wenig etwas untertrieben ist: Es gibt ja noch die Musik. Und die spricht in gewisser Weise für sich selbst.

Grouper: Vital

Liz Harris und ihre kaum greifbaren, fast in der Luft der Dämmerung aufgelösten Songs. Würde ich im Schnee von Lappland ausgesetzt und dürfte nur ein einziges Album mitnehmen, es wäre vermutlich The Man Who Died In His Boat, das vergangene Woche erschienen ist.

Young Magic: Night In The Ocean

Ich habe mir ja schon vor einiger Zeit gewünscht, dass die Gleichförmigkeit der Dreampop-Welle etwas aufgebrochen wird. Und mit Young Magic überzeugt mich schon die nächste Band davon, dass sich Easy Listening mit einer Menge Krach und experimentellen Songstrukturen verbinden lässt. Gefällt mir!

Cloud Nothings: Stay Useless

Die Cloud Nothings, die auch schon hier auf diesem Blog zu Gast waren, haben schon seit einigen Tagen mit Attack On Memory ein neues Album draußen, aufgenommen von niemand anderem als Steve Albini und offenbar deutlich besser als das Debüt. Auch wenn man das Stay Useless, der Powerpop-Hymne des Albums, den Albini-Sound nur ein kleines bisschen anmerkt. Stay Useless gibts beim Rolling Stone noch als Download.
Mehr: Facebook, AufTouren, 78s.ch, Platten vor Gericht

White Suns: Skin Deep

Der Name Weasel Walter dürfte Anhängern herausfordernder Musik ein Begriff, wenn nicht sogar eine Referenz sein. Der umtriebige Multiinstrumentalist und Höllen-Drummer (The Flying Luttenbachers!) wohnt inzwischen in New York und hat mit seinem Projekt White Suns ein neues Album (Waking in the Reservoir) am Start. Wie immer bei seinem eigenen Label ugEXPLODE, und wie handelt es sich dabei um ein absolutes Inferno. Kostenlose MP3s finden sich auch bei LastFM.
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