Laura Gibson: Shadows On Parade

Laura Gibsons Stimme erinnert an Regina Spektor, doch es wäre ungerecht, Frau G. mit der geschätzten Frau S. zu vergleichen: Laura Gibson hat ihren ganz eigenen, wenig prätentiösen Stil, der ohne große Soundwand im Hintergrund auskommt. Ganz eigen eben, wie die gesamte Musikszene aus Portland (siehe auch ihre Coverversion von Dazed and Confused mit einem Cello-Orchester).
Mehr: MySpace, BareBones, FastForward-Magazin, yousoundgreat

Isobel Campbell & Mark Lanegan: Time of the Season

Seattle-Veteran Mark Lanegan hat in seinem Leben viel emotional schwer verdauliche Kost produziert, ich denke da nur an sein Album Whiskey for the Holy Ghost von 1994. Wenn er sich aber mit der Schottin Isobel Campbell zusammentut, scheint jede Art von Schwermut wie weggeblasen. Mit Time of the Season haben die beiden sogar einen Easy-Listening-Weihnachtssong auf ihrem neuen Album Hawk. Ich fürchte mich vor dem Moment, an dem dieser Song auf den Hirndiarrhoe-Radiosendern gespielt wird. Gleich nach Last Christmas von Wham!.

Hope Sandoval & The Warm Inventions: Drop

Durch Zufall bin ich auf Hope Sandovals (Solo?-)Projekt gestoßen, nachdem ich durch die Sopranos ein großer Anhänger von Mazzy Star und Sandovals Stimme wurde. Und ironischerweise hat sie 2001 ein Album mit Namen „Bavarian Fruit Bread“ aufgenommen, aus dem wiederum dieser Song ist. Das Original stammt von Jesus and Mary Chain, den Meistern der Sehnsucht.

Joanna Newsome – Sawdust and Diamonds

„Dass solche Musik überhaupt nocht gemacht wird.“ hatte mein Mentor and der Uni mir gesagt, als er mir diese CD empfohlen hatte. Uns verband nicht nur die Freude an der Texttechnologie, sondern auch ein ziemlich ähnlicher Musikgeschmack. Und er sollte Recht behalten. Dass ein Song wie Sawdust and Diamonds überhaupt existiert, geschweige denn auf CDs gepresst und weltweit distrubiert wird, ist praktisch nicht plausibel erklärbar. Nicht mit sowas wie dem freien Willen, nicht mit pluralistischen Gesellschaftsmodellen, nicht mit sowas wie Kulturevolution, nicht mit Musen und Ausnahmetalenten, nicht mit Esoterik und nichteinmal mit göttlicher Intervention. Dieses Lied ist der Beweise dafür, dass die Einrichtung der Welt nicht schlüssig ist. Wir leben in einem schiefzusammengezimmerten Universum. In der Gedankenwelt eine Irren. Das einzige, was mich an dieser Vorstellung nicht beunruhigt, ist die Tatsache, dass es hier so unglaublich schöne Dinge gibt, wie dieses Lied.

Bloggertramp-Soundtrack: I Found A Reason

Cat Power ist großartig, inzwischen auch live. Und wenn ich auf meiner Reise vergeblich irgendwo in einer Kleinstadt im Nirgendwo nach einem Internetanschluss zum Bloggen suche und die Verzweiflung an mir nagt, dann setze ich mich einfach an den Straßenrand und mache dieses Lied an (das Original ist übrigens von The Velvet Underground).
Dieser Track ist Teil des Bloggertramp-Soundtracks, einer Auswahl der Songs, die ich auf meiner Reise durch Europa dabei habe.

Lykke Li: I'm good, I'm gone

Vezi mai multe video din Muzica
„This is the anthem for those who try to accomplish something hard“ steht in einem Kommentar unter dem YouTube-Video. Und besser kann ich es nicht ausdrücken: Von Rhythmus bis Text gleicht dieser Song einem Langstreckenlauf. Bestens geeignet für ebensolche, den morgendlichen Sprung aus dem Bett oder die letzten Züge eines Projekts, das man schon nicht mehr sehen kann. Fleißig, diese Schweden
Mehr: MySpace, Iheartberlin.de, Aufgemischt.com