The Lone Crows: The Crawl

Gitarrengeschrammel, Old-School-Drums und ein knarzig-psychedelischer Gesang: Wer diesen Song hört, ohne zunächst zu wissen von wem er stammt, tippt vermutlich auf die frühen Siebziger. Led Zeppelin, Deep Purple oder so etwas in der Richtung. Doch falsch gedacht. Es handelt sich um das Debütalbum „The Lone Crors“ der gleichnamigen Band, das Ende April in die Läden kam. Die Jungs aus Minneapolis zelebrieren einfach Retrorock und kombinieren Blues, Grunge, Stoner Rock und Psychedelic Rock. Dabei bedienen sie sich ganz unverblümt aus der Ideenkiste der Rockmusik aus den 60ern und 70ern. Mir gefällt’s!

Yesterday Shop: Paris Syndrom

Eingängige Mischung aus Pop, Postrock und Electronica mit einem Quentchen Shoegaze, was die Berliner Band Yesterday Shop da macht. Mit dem Debütalbum „Yesterday Shop“ gehen sie nun auf Deutschland-Tour.
27.04.13: MÜNSTER / Hans Dampf Festival
02.05.13: BERLIN / About Blank (Trickser Labelabend)
11.05.13: HAMBURG / Ein Herz fürs Molotow Festival
25.05.13: FREYBURG / Dionysos Calling Festival
01.06.13: AUGSBURG / Modular Festival
02.06.13: MANNHEIM / Maifeld Derby Festival
04.06.13: MAINZ / SchonSchön
06.06.13: JENA / Café Wagner
07.06:13: REUTLINGEN / Franz K.
11.06.13: HANNOVER / Café Glocksee
22.06.13: KÖLN / Artheater (GetAddicted Party)
02.08.13: Burg Friedland / Jenseits von Millionen

Long Distance Calling: Nucelus

The Flood inside ist ein merkwürdiges, seltsames, höchst bemerkenswertes Post-Rock-Album der Kapelle mit dem lustigen Namen „Long Distance Calling“. Beim ersten Durchhören wenig beeindruckend oder einprägsam, wird es mit jedem Hören facettenreicher und seltsamer. Das geht schon beim erste Song „Nucelus“ los. Er beginnt mit scheinbar vertrautem Rockgeklimpere, höchstens ein paar Soundeffekte, die irgendwie an einen Djungel erinnern sollen, Vögel und Rauschen oder so, aber im Grunde die ganze erste Hälfte lang grundsolide zeitgenössische Guitarrenkost. Ab Minute 3 sogar mit ein herrlichen Schwere und Wucht. Dann, ganz plötzlich, ab Minute 4 setzt eine Guitarre ein, wie sie Mark Knopfler selbst nicht direstraitsesquer hätte spielen können … die Singende Guitarre, sie ist von den Toten auferstanden und – zu meinem eigenen Erschrecken – sie gefällt.

The Sea and Cake: Harps

Weichzeichner-Nostalgie passt ganz gut zu diesem Song von The Sea and Cake. Wer erinnert sich nicht an die eigenen Kassettenrekorder-Versuche seiner Kindheit (bei mir waren es Fußball-Reportagen mit offenem Wasserhahn als Fanjubel). The Sea and Cake kommen bald auf Tour:
26.02.2013 Berlin, Hebbel Am Ufer 2
27.02.2013 Leipzig, Conne Island
02.03.2013 München, Milla

Leech: Turbolina

Leech sind ein Sextett aus der Schweiz, das ganz hörbaren Postrock macht und gerade ein neues Album mit dem Namen „If we get there one day, would you please open the gates?“ herausgebracht hat. Demnächst kann man die sechs Jungs auch live erleben, und zwar hier:
March 19 Magnet, Berlin – D
March 20 Knust, Hamburg – D
March 21 Beatpol, Dresden – D
March 23 The Atomic Café, München – D
March 24 Jubez, Karlsruhe – D
March 25 Hydrozagadka, Warszawa – Poland

Baby In Vain: Sweetheart Dreams

Die derzeit wohl aufregendste Band Kopenhagens hat ihr erstes Video herausgebracht. In Schwarz-Weiß-Optik spielen und singen die drei Mädels von Baby in Vain zu „Sweetheart Dreams“, dass einem Angst werden könnte – was durchwegs positiv gemeint ist. Andrea (Guitar/Vocals), Benedicte (Drums/Sax) und Lola (Guitar/Vocals) sind gerade mal um die 20 Jahre alt, rocken aber wie die Großen. Von diesen Damen möchte ich noch mehr hören! Viel mehr!

DAVV: Let us go wild

Da soll noch mal einer sagen, die Schweizer könnten nur Käse, Uhren und Schwarzgeldkonten! Die Band DAVV haut uns mit ihrem neuen Album „Atomic Action“ feinsten Shoegaze um die Ohren. Der Songtitel „Let us go wild“ wird hiermit zum Motto des Tages ausgerufen!
Hier gibt’s das Album zum Download: davv.bandcamp.com

The Bad Plus: Seven Minute Mind

Die hier bereits öfter erschienenen The Bad Plus haben bereits vor einigen Wochen mit Made Possible ein neues Album veröffentlicht. Für mich ist das ja nicht unbedingt klassischer Jazz, sondern grenzt an Post Rock. Das Konzert gestern in München war ziemlich überfüllt und an einigen Stellen überbordend fabelhaft. Allerdings wird es mir auch unter dem Stichwort „Wie ein Anti-Deodorant-Aktivist 15 umliegenden Menschen den Abend versauen kann“ in Erinnerung bleiben.

Black Moth: Blackbirds Fall

Welcome back to the Eighties-Rock’n’Roll! Die Retro-Welle macht auch vor dem geprügelten Hardrock nicht halt. Tiefe Bässe, harte Riffs und eine betörende Frauenstimme – alles schon mal dagewesen. Doch in diesem Fall handelt es sich um Black Moth, konkreter gesagt Harriet Bevan und ihre Jungs aus dem Norden Englands. Gerade haben sie ihr Debüt „The Killing Jar“ auf den Plattenmarkt geworfen. Gut anzuhören, und: retro, retro, retro!