Metz: Wet Blanket

Endlich eine Gruppe, die sich mal wieder auf Spuren von Bands wie Big Black oder Jesus Lizard wagt. Aus Toronto, Kanada. Würde die Musikindustrie noch wirklich existieren und wäre ich als Talentscout beschäftigt, ich würde ja nur noch nach Kanada fahren. In dem Fall wäre ich allerdings zu spät – Metz haben bereits bei Sub Pop unterschrieben. (via)

Chelsea Light Moving: Burroughs

Sonic-Youth-Mastermind Thurston Moore kommt nach der Trennung von Kim Gordon mit einem neuen Projekt um die Ecke. Mit drei neuen Kollegen hat er die Band Chelsea Light Moving gegründet und haut als ersten Song ein sechsminütiges Gitarrenmonster namens „Burroughs“ raus. Garage-Punkrock at it’s best!
Den Song gibt’s hier zum Download for free.

GHXST: Black Camaro

Neues vom New Yorker Noise-Grunge-Trio GHXST. „Black Camaro“ heißt der Track, der mir richtig gut gefällt. In UK sind sie derzeit auf Tour, Termine in Deutschland gibt es bislang nicht. Dafür aber einen Song for free: Doom Girl.
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Jack White: Sixteen Saltines

Es scheint wohl, als wäre Jack White ein Workaholic. Nicht nur, dass er bei den leider aufgelösten „The White Stripes“, bei „The Raconteurs“ oder zuletzt bei „The Dead Weather“ spielte und zudem öfter als Produzent in Erscheinung tritt, jetzt kommt am 20. April auch noch sein Soloalbum „Blunderbuss“ in die Läden. „Sixteen Saltines“ ist ein erster Vorgeschmack. Und, ja, keine wirkliche Überraschung, würde ich sagen.

Big Nils: Gimme More

Sibling by Big Nils
Coco Gordon Moore heißt die Sängerin von Big Nils und ist die Tochter von Sonic Youth, also von Kim Gordon und Thurston Moore. Und wer solche Eltern hat, hat das Krawall- und Schreihals-Gen auf jeden Fall geerbt. Das Debütalbum von Big Nils heißt übrigens „Sibling“ und ist zum Schnäppchenpreis von fünf Dollar auf der Band-Website zu erwerben. „Gimme More“ ist einer der wunderbaren, coolen, schrägen Songs davon. Gute Gene. Ganz die stolzen Eltern.

Jesu: Small Wonder

Jesu machen inzwischen eine zugänglichere Variante dessen, was man sonst so in der Drone-Schublade verstaut. Und ich muss sagen, die neue Sanftheit gefällt mir. Kaum zu glauben, welch langen Weg Mastermind Justin Broadrick seit seiner Zeit bei Napalm Death zurückgelegt hat.

Boris: Spoon

Boris aus Japan ist eine der wenigen Bands, die mich noch nie enttäuscht haben. Nun veröffentlichen sie gleich drei Alben auf einmal und kommen sogar auf Tour hierher. Was will man mehr? Vielleicht Attention Please (von dem Spoon stammt) und Heavy Rocks bei NPR im Stream hören und sich selbst ein Bild machen – denn die Spannbreite des Boris’schen Werks geht weiter über das hinaus, was ein einziger Song ausdrücken kann.

The Skull Defekts: Peer Amid

Schweden hat wirklich in fast allen Genres gute Bands zu bieten. The Skull Defekts (was ist das? Noise Rock? Drone?) tun sich für ihr Album Peer Amid mit dem Hardcore-Veteranen Daniel Higgs zusammen. Ich behaupte mal: Würden die Jungs nicht aus Skandinavien, sondern aus New York kommen, wäre sie längst der letzte Schrei.
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