John Maus: Believer

Freunde theatralischer Synthesizer und der Achtziger können sich freuen, denn John Maus‘ We Must Become the Pitiless Censors of Ourselves ist ein düsteres Album geworden, von dem jenseits des Retro-Gefühls noch genügend übrig bleibt. Mir ist das etwas zu dunkel – eine Ausnahme bildet der letzte Song Believer, eine wirklich grandiose manisch-depressive Freudenhymne.
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Forseti: Der graue König

Was für Regentage – auch im Sommer: Man kann darin die Ideale der Romantik wiederaufleben sehen. Oder es als verquaste heidnische Naturmystik betrachten. Und es gibt auch einige, für die Neofolk vor allem Ausdruck der Neuen Rechten ist. Ohne Politik im Hinterkopf sind es Harmonien aus akustischen Gitarren, Celli, Trommeln und lyrischen Texten.
Die Band dazu gibt es leider nicht mehr. Aber Fans.

This Mortal Coil: Song to the Siren

Als 1997 David Lynchs Lost Highway ins Kino kam, traf uns der Film wie die Druckwelle einer Atombombe. Ich weiß noch, es war Sommer und heiß irgendwie dunkel und ich bin gleich am nächsten Abend noch mal ins Kino gegangen. Vom Soundtrack wird in diesem Blog noch ein paar Mal die Rede sein, aber den Anfang macht der Song, der auf dem Soundtrack fehlte.
Ich hatte damals noch kein Internet, wollte aber unbedingt wissen wie der Song hieß und so war einer meiner ersten Ausflüge ins Wild Wild World of Web die Suche nach diesem Song – in einem der Computerräume des Hochschulrechenzentrums. Mit der Hilfe von Suchmaschinen, die es heute lange nicht mehr gibt fand ich dann auf einer Webseite, die es heute vermutlich auch nicht mehr gibt den Titel und Interpreten des Songs, was allerdings nur die Neugier befriedigte.
Als ich dann ein paar Monate später mein erstes 56k Modem bekam hab ich mich dann auf die Suche nach der MP3 Version. Damals gab’s noch kein Napster, kein Pirate Bay und kein Itunes. MP3s wurden auf riesigen Webseiten verlinkt und der download dauerte immer Ewigkeiten. „Song to the Siren“ gehört zu einem meiner allerersten MP3s.

Dead Can Dance: Rakim

Der genialistische Brendan Perry und die durchgeknallte, jodelnde Lisa Gerrard begleiten mich seit vielen Jahren durch die düsteren Abschnitte meines Lebens. Dead Can Dance geben beispielsweise einen wunderbaren Soundtrack zu Zugfahrten durch das verregnete Schleswig-Holstein ab.

Hier sehen wir einen Ausschnitt aus dem »Toward The Within«-Konzert/Film und Lisa beweist nicht nur durch die Kleidung während des Auftritts, sondern auch im folgenden Interview, dass da möglicherweise ein paar Schrauben locker sind, im Oberstübchen—was sie nicht davon abhält heute erfolgreich Filmmusiken zu produzieren.