Grade: A Year in the Past, Forever in the Future

Grade waren eine Muckerband. Sagt die eine Seite. Grade haben Screamo gemacht, als es diese Musikrichtung überhaupt noch nicht gab. Sagen die anderen. Ich sage: A Year in the Past… (hier leider nur im Radio Edit und mit unsynchronem Video) gehört zu den Songs, mit denen ich besondere Erinnerungen verbinde. In diesem Fall: Mein Aufsteh-Soundtrack zu Erasmus-Zeiten.

The Gaslight Anthem: American Slang

Eigentlich wollte ich heute mein eigenes, zwölfstimmig durchkomponiertes Flötenwerk vorstellen. Aber da ich gestern mit etwas Glück eine Karte für das heutige ausverkaufte Konzert von The Gaslight Anthem ergattert habe, muss das wohl ausfallen. Schon bizarr, als ich die Band das bisher einzige Mal gesehen habe, haben sie noch vor 300 Menschen im Magnet in Berlin gespielt. Heute wird es wohl eine klassische Rockshow vor mehreren tausend Zuschauern. Wir werden erwachsen, die Band und ich.

The Dresden Dolls: The Kill

Ich lege mich einfach mal fest: Man sollte niemanden heiraten, der nicht mindestens einen Song der fabulösen Dresden Dolls auf seinem MP3-Player hat. Kleine Einschränkungen: Man sollte niemanden heiraten, der Klischee-(Fan?)videos zu Songs der Dresden Dolls dreht.

Bloggertramp-Soundtrack: Um die Welt

Schweinfurts (inzwischen leider als Band nicht mehr existente) Helden dürfen auf meinem Mixtape nicht fehlen. Ich habe von Tagtraum einen ganzen Batzen Musik dabei, Um die Welt ist ein wahllos herausgegriffenes Beispiel (na gut, ich gebs zu, der Titel war verlockend). Bedingungslos empfehlenswert und sicherlich nicht das letzte Mal auf diesem kleinen Blog zu Gast.

P.I.L.: Public Image

1978 gründete Johnny Lydon, bekannt von den Sex Pistols und unter dem Namen Johnny Rotten, mit ein paar Freunden eine Firma, die tatsächlich auch als englische Private Ltd. registriert wurde. Lydons Freunde waren bald verschwunden und so führte er das Projekt alleine weiter. Und obwohl die Firma wohl 1993 eingestampft wurde, gibt es die Band immer noch und der gealterte Johnny Rotten tritt auch noch Live auf, aber sich das anzusehen geschieht auf eigene Gefahr!

Big Black: Kerosene

Steve Albini ist ein großer Plattenaufnehmer und seine Musik ein ausgestreckter Mittelfinger. Das Lied und die zugehörige LP Atomizer sind fast ein Vierteljahrhundert alt – und tritt all den Kompromissbands, die heute unter dem Label „Indie“ firmieren, kraftvoll in den Arsch (pardon my French). Ich hatte vor ein paar Jahren einmal die Gelegenheit, mit Steve Albini über die Veränderungen in der Musikbranche zu sprechen. Sein Kommentar: „Diese Industrie ist ein Parasit, der auf dem Rücken der Beziehung zwischen Band und Publikum sitzt.“ Oh, the rage…

Piebald: American Hearts

Gestern hat Ben ja Musik rausgekramt, die allgemein unter dem Begriff „Emo“ firmiert. Emo ist ein doofes Wort, und wenn Bands wie Jimmy Eat World oder Taking Back Sunday darunter fallen, möchte ich damit nichts zu tun haben. Aber es gibt auch Bands, die diese Musikrichtung für mich viel besser verkörpern als die Vielverkäufer: Jawbreaker sind zu nennen, oder auch Braid (später Hey Mercedes), die ich leider beide verpasst habe. Ich bin aber glücklich, dass ich mit Piebald die vielleicht unterschätzteste Band dieser Richtung im Sommer 2004 im Underground in Köln sehen konnte. Ein Publikum, das jeden Song mitsingt, eine lustige wie bescheidene Band und nirgendwo der Pathos, der das Genre zu einem Klischee gemacht hat (und das Album „We Are The Only Friends That We Have“ kann ich nur jedem ans Herz legen).
Mehr: MySpace, Vimeo (Long Nights Live)

The Gaslight Anthem: The '59 Sound

The Gaslight Anthem haben diese Woche mit American Slang ein neues Album herausgebracht. Es ist solide, aber ich trauere immer noch dem Sound von „Sink or Swim“ nach, das ich viel zu spät entdeckt habe (’59 Sound ist vom gleichnamigen Nachfolgealbum). Ich hätte ja gerne gesehen, dass sie das Erbe von Hot Water Music antreten. Jetzt hören sie sich mehr wie eine Art moderner Bruce Springsteen an. Kommen ja beide aus Jersey, man kennt sich. Trotzdem eine gute Rockband.
Mehr: MySpace, Fast Forward, Merely Thinking, Whiskey-Soda, Musik Blog, Patrickloveslife

Acid.Milch&Honig: Panzersong

In Leipzig war ich ja neulich zum ersten Mal und jetzt kommt da so kuhle Musik her! Famos. Drum and Bass Electro Gefrikkel mit deutschen Texten, die man sich auch anhören kann. Ach … ich zitiere einfach.

„Der an den Tag gelegte Musikstil lässt sich vermutlich am besten im Heimversuch nachstellen,
indem man im Mediaplayer „Scooter“ mit „Hyper Hyper“ startet und gleichzeitig im Winamp
„keine Macht für Niemand“ von Deutschlands fiesester Band ever, den „Ton Steine Scherben“ anspielt.
Man kann Dies jeweils auch paarweise variiren mit „Blümchen“ plus „Gerhard Gundermann“,
„Das Modul“ plus „Grönemeyer“ oder indem man „Piep Piep kleiner Satelit“
in „KO OK“ von „Tocotronic“ scratcht.“

Un-wi-der-steh-lich!
Mehr: Heimseite, Myspace