Dusted: Into the Atmosphere

Brian Borcherdt tümmelt sich schon seit Zeiten von Kassettentapes in der kanadischen Musikszene und war unter anderem Mitglied von Holy Fuck. Dusted ist eines seiner vielen Projekte und die Musik hört sich für mich nicht nur wegen des Videos in der Tat wie ein vertonter Super-8-Film an.

Kishi Bashi: A Sunday Smile

Ungewöhnlich: Kishi Bashi covert Beirut. Nicht ganz so
ungewöhnlich: Kishi Bashi mit Streichquartett. Und doch ist alles hymnisch-herrlich wie immer.

The Limiñanas: Longanisse

Es gibt keinen französischen Quentin Tarantino, was ja auch irgendwie gut ist. Aber wenn es ihn gebe, würde er mit Sicherheit die Limiñanas damit beauftragen, den Soundtrack für einen seiner Filme zu schreiben. Schade, dass das nicht passiert – ich befürchte, wir werden Longanisse bald irgendwo als Soundtrack einer… Wurstwerbung (?) hören.

Shintaro Sakamoto (坂本慎太郎): You Just Decided

Die japanische Musikszene kenne ich ja nur von den Experimental- und Postrock-Rändern, aber ich stelle fest: Das sollte sich ändern. Shintaro Sakamoto war einst Frontmann von Yura Yura Teikoku, einer offenbar legendären Band aus der Tokioter Underground-Szene, die trotz ihres Heldenstatus 16 Jahre auf ihren ersten Auslands-Gig warten musste. Pitchfork vergleicht Sakamoto mit Beck – zumindest haben die beiden beim ersten Hören gemeinsam, sehr liebevoll ausgestaltete Song-Arrangements zu bevorzugen und äußerst abwechslungsreiche Alben zu veröffentlichen. Das aktuelle von Shintaro Sakamoto heißt How To Live With A Phantom.

Animal Collective: Today's Supernatural

Eigentlich ein Frevel, einen einzigen Song aus dem neuen AC-Album Centipede Hz herauszugreifen. Eine Art Radiosender soll das neue Werk sein, irgendwie hat es auch was von einer schrillen, wilden Musiker-Party. Ganz anders als die Zurückgenommenheit der vergangenen Alben. Und dann doch eben wieder typisch. Nur für Hartgesottene als Soundtrack zu einem Acid-Trip empfohlen.
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