Coldplay: Fix you

Coldplay … Coldplay waren für drei Alben lang etwas, das es heute nur noch selten gibt: Etwas worauf wir uns alle, ohne zu zögern, mit einem klaren und vernehmlichen „Ja“ einigen konnten. Fix you ist für mich der letzte Song dieses großen Popkonsens. Danach sind wir alle auseinander gegangen und haben bis heute nicht wieder zueinander gefunden.

The Apples in Stereo: Dance Floor

Ich mag es käsig, und Song und Video der Apples in Stereo sind wirklich supercheesy. Warum ist Elijah Wood in solch verspulten Nerd-Rollen eigentlich immer am überzeugendsten? Wer sich jetzt fragt, wieviel der Gute für seinen Auftritt bekommen hat: Wahrscheinlich nichts, denn Apples in Stereo sind eine der Bands auf Simian Records, dem semiaktiven Minilabels des Schauspielers. Wood spielt übrigens auch im aktuellen Video von Danko Jones mit, genau wie Lemmy von Motörhead. Das ist jedoch eine völlig andere Welt.
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The Rural Alberta Advantage: In the Summertime

Während gerade im Netz diskutiert wird, ob die neue Arcade-Fire-Single die Erleuchtung oder Mist ist, will ich lieber meine Empfehlung für ein paar andere Kanadier abgeben: The Rural Alberta Advantage. In the Summertime zelebriert die Schönheit der Schlichtheit und das dazugehörige Video lässt mich erahnen, dass all unsere Probleme an Bedeutung verlieren, wenn wir nur einmal mit dem Fahrrad den kanadischen Sommer durchqueren. Wer mehr hören möchte, dem empfehle ich den RAA-Song Don’t haunt this place, dessen Gesangslinie mich bereits seit Monaten verfolgt. Oder gleich das ganze Album Hometowns.
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Eurovision Song Contest

Nach mehrmonatiger Dauerberieselung mit Lena Meyer-Landrut kann die deutsche Schlagernation Satellite nun auswendig mitrülpsen, wenn es heute abend wieder gehörig eins auf den Deckel gibt, von benachbarten Alpenrepubliken genauso wie von in Verschwörungszirklen zusammengerotteten Balkanbewohnern. Da legen wir hier lieber nochmal einen Grand-Prix-Klassiker auf: Ruslana siegte nicht nur 2004 beim Schlagerwettbewerb, sondern zog auch als eine der Symbolfiguren der orangenen Revolution in das ukrainische Parlament ein. Ambitionen dieser Art sind Lena (und vor allem Stefan Raab) hoffentlich fremd. Einen solchen Knaller wie »Wild Dances« hatte Deutschland allerdings zuletzt mit »Dschingis Khan« zu bieten (1979, 4. Platz).

Bloc Party: This Modern Love

Etwas, das ich hier schon viel früher hätte vorstellen müssen: Die Take Away Shows der Blogotheque – eines der absoluten Highlights in der großen Hass-Love-Story „Musik und Netz“. Was genau das ist, warum es so großartig ist, und wer da noch alles am Start ist, wird bald in diesem Blog näher beleuchtet werden. Bis dahin erstmal Kpfhörer aufsetzen, laut aufdrehen, zurücklehnen und eines der großartigsten Videos der Reihe mit einem der großartigsten Songs der letzten Jahre in einer aller-großartigsten Version genießen!

Memory Tapes: Green Knight

Ich bin mir sicher, dass Memory Tapes in diesem Sommer noch in einigen MP3-Playern und Autoradios zu hören sein werden. Auf dem abendlichen Weg in den Club, auf der Fahrt zum nächsten Festival oder in den Urlaub. Ein Song, der mich persönlich an Freitagabende erinnert, an denen plötzlich die Zeit entschwunden ist und der vergangene Arbeitstag genauso Ewigkeiten weit entfernt zu sein scheint wie der nächste Morgen.
Mehr: MySpace, Stylemag, Radar., Bedroomdisco, Stereogum (inkl. Visions-of-Trees-Remix als Download)

Lykke Li: I'm good, I'm gone

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„This is the anthem for those who try to accomplish something hard“ steht in einem Kommentar unter dem YouTube-Video. Und besser kann ich es nicht ausdrücken: Von Rhythmus bis Text gleicht dieser Song einem Langstreckenlauf. Bestens geeignet für ebensolche, den morgendlichen Sprung aus dem Bett oder die letzten Züge eines Projekts, das man schon nicht mehr sehen kann. Fleißig, diese Schweden
Mehr: MySpace, Iheartberlin.de, Aufgemischt.com

Avi Buffalo: What's in it for?

Dieser Beitrag enthält doppelte Verwunderung. Einmal, weil das Ex-Seattleszeneundso-Label Sub Pop so viele erstaunliche Künstler in seinen Reihen hat. Und zum Zweiten, weil Avigdor Zahner-Isenberg a.k.a Avi Buffalo und seine Band solch erstaunliche Songs wie „What’s in it for?“ schreiben, obwohl sie alle erste gerade ihren College-Abschluss gemacht haben (und ja, die Shins klingen deutlich durch). Wobei die Stimme natürlich locker eine dritte Verwunderung her gibt. Sänger statt Journalist ist definitiv die richtige Wahl für den jungen Herrn. Heute Abend übrigens im Bang Bang Club in Berlin live zu erleben.
Mehr: MySpace, What’s in it for (kostenloser mp3), Das Album als Stream, Reling sichern, Musikjunkie4life

CALLmeKAT: Bug In A Web

So wie CALLmeKAT könnten sich Portishead anhören, wenn sie mal ihren Arsch hochbekommen würden. Doch die Welt ist ungerecht, Portshead schmoren weiter in ihrem eigenen Saft und die Dänin Katrine Ottosen (wir dürfen sie Kat nennen) füllt auf absehbare Zeit keine Hallen, sondern muss die kleinen Clubs bespielen. Und um das Spinal-Tap-Klischee perfekt zu machen, schreibt dann auch noch die Rote Sonne (wo CMK morgen auftritt) auf der Homepage ihren Namen falsch. Vielleicht tröstet es Frau Ottosen, in diesem kleinen Blog ein wenig Aufmerksamkeit zu erhalten.
Mehr: MySpace, NPR, Esper Magazine

Beach House: Zebra

Eine Bekannte aus Baltimore hat sich einmal beschwert, dass sie ständig gefragt wird, ob es dort wirklich so wie in The Wire zugeht. Nun, nichts könnte ein größeres Kontrastprogramm zur kaputten Wire-Welt bieten als die Musik von Beach House, die just aus dieser Stadt stammen. Eine Stimme, als hätte Nico von Velvet Underground endlich ihren Frieden gefunden. „You know you’re gold, you don’t gotta worry none“. Pures Gold ist auch die Schulchor-Coverversion dieses Songs. Das Beste, was diesem Lied passieren konnte.
Mehr: MySpace, Auftouren, Tasties to the lions, Langweiliges Rezensionsgeblogge, NPR, BBC