MGMT: It's working (Air Remix)

MGMT hatte ich immer ein bisschen in die Hipster-Schublade gesteckt, doch einige Songs auf „Congratulations“ strafen mich Lügen. „It’s working“ zum Beispiel ist eher ein Hippie-, als ein Hipster-Track. Bereits das Original klingt ein bisschen nach den federleichten Gitarrensamples von Air – da ist das Remix der Franzosen ist ein logischer Schritt.
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The Go Find: Dictionary

In ihren besten Momenten sind The Go Find größer als die Kings of Convenience oder The XX, ich denke da nur an die verqueren Harmonien bei „Everbody knows it’s gonna happen…“ oder die Basslinie in „Dictionary“. Auch wenn ich mir diese besten Momente öfter wünschen würde: Wären sie nicht aus dem beschaulichen Belgien (Belgien! Soulwax! dEUS!), wären sie wahrscheinlich eine der iPod-Konsensbands unserer Zeit und müssten in Fitness-Studios die Hintergrundbeschallung liefern. Es gibt also Schlimmeres, als vergleichsweise unbekannt zu bleiben.
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Schneider TM: The Light 3000

Schneider TM gehört zu jenen deutschen Elektrofrickler-Jungs für die in der Intro einst das Rezensions-Genre „Bleeps und Klonks“ eingeführt wurde und an die ich ein wenig mein Herz verloreren habe. So lief „The Light 3000“ in meinem Winamp jahrelang rauf und runter, ohne dass ich wußte, dass der Song eigentlich von den Smiths ist. Ich Kunstbanause, ich.

Dusty Brown: This city is killing me

Ich mag Künstler, die in keine Schubladen passen, aber mir dennoch in ihrer Sound-Bandbreite gefallen. Dusty Brown aus Sacramento zum Beispiel: Ob Drum’n’Bass, Trip Hop oder Indie-Rock – „alles drin“, wie Béla Réthy sagen würde. Und weil es hier schon seit einer Woche durchregnet und der Münchner Sommer offenbar die Stadt verlassen hat bzw. nie wirklich ankam, trifft der Titel wunderbar meine Stimmung (hier gibts übrigens die neue EP inklusive des Songs kostenlos zum Download als zip-Datei, auf der MySpace-Seite darf gespendet werden).
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Lali Puna: Micronomic

Den Satz „Übrigens sind Radiohead Lali-Puna-Fans“ kann die Band um Valerie Trebeljahr und Notwist-Sänger Markus Acher wahrscheinlich nicht mehr hören. Das Lob ist jedoch durchaus gerechtfertigt: Die Alben „Scary World Theory“ und „Faking The Books“ (aus dem der Song hier stammt) gehören zum Feinsten, was das Genre Electronica je hervorgebracht hat. Auch wenn ich das von „Our Inventions“, nach sechs Jahren das erste Lebenszeichen Lali Punas, nicht behaupten kann – das Konzert im Ampere morgen Abend werde ich auf jeden Fall mitnehmen. Wer weiß, wie lange es bis zum nächsten Lebenszeichen dauert.
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