Forseti: Der graue König

Was für Regentage – auch im Sommer: Man kann darin die Ideale der Romantik wiederaufleben sehen. Oder es als verquaste heidnische Naturmystik betrachten. Und es gibt auch einige, für die Neofolk vor allem Ausdruck der Neuen Rechten ist. Ohne Politik im Hinterkopf sind es Harmonien aus akustischen Gitarren, Celli, Trommeln und lyrischen Texten.
Die Band dazu gibt es leider nicht mehr. Aber Fans.

Amy MacDonald – Caledonia

Ich weiß, ich weiß, Caledonia ist nicht von Amy MacDonald, der Song ist böser romantischer Regionalpatriotismus und überhaupt, Frau MacDonald macht Pop. Aber was soll ich machen? Das Heimweh nagt an mir. Und auch wenn Ostwestfalen nicht Schottland ist, so ist es doch dicht genug dran, um dem willigen Geiste zu erlauben, das eine auf das andere zu projizieren. Und außerdem klingt ihre Stimme in diesem Video noch viel umwerfender als auf den Alben. Das kommt bestimmt vom Single Malt trinken.

Young Buffalo: New Beat

Um mit der New-Folk-Welle nach oben gespült zu werden, müssen Young Buffalo gerade die Bars und Tavernen in den Südstaaten bespielen. Oxford ist eben nicht New York, Oxford/Mississippi schon garnicht. Gefällt mir aber, dieser Gegenwarts-Folk auf dem dicken Soundteppich. Das Album erscheint Anfang 2011.
Mehr: MySpace, blaloksirp , iguessimfloating (mit MP3)

Matt Bauer: Fox Kits First Rehearsal

Ein ebenso guter wie alter Freund von mir hat das Debut-Album von Matt Bauer letztes Jahr auf Grund des Covers gekauft, weil er dachte, das müsse klingen, wie etwas, das er mag. Und in der Tat hat Matt Bauer mehr Charisma als mir lieb ist. Dass dieser wuchtige Kerl, der eher aussieht, als würde er in der Todeszelle auf sein Erschießungskommando warten, solch zerbrechliche Musik macht … allein das treibt mir bei seinen Songs eine Gänsehaut auf den Rücken.

Damien Jurado: Arkansas

Wenn es die Sopranos noch geben würde, wäre dieser Song beim Produzenten David Chase garantiert in der engeren Auswahl für einen Abspann-Titel. Damien Jurado erzählt in seinen Liedern von der folgenschweren Beiläufigkeit des Schicksals, ohne sich in ein musikalisches Schmalzbad zu flüchten. Am Ende ist eben doch alles ganz archetypisch – bei den Sopranos, aber auch im Video zu „Arkansas“: Wälder, der Duft von Erde und eine vertraute Leiche.
Mehr: MySpace, Stereogum (inkl. Download), lieinthesound, Springfeldt.de, Elfen.ch