Meme: Vocalise

Meme haben sich einen SEO-pessimierten Namen gegeben, dafür ist das Projekt ein Gesamtkunstwerk, bei dem sogar sämtliche Videos einen bestimmten Stil haben (mehr auf der schönen Band-Homepage, die ein Tumblr ist). Esoteric Electronica könnte man den Stil nennen, der nah am Kitsch liegt und niemandem weh tut. Was ja auch mal schön ist.

Electric Electric: La Centrale

Wilde Soundcollagen, treibende Beats, infernalischer Krach: Die Musik von Electric Electric ist anfangs etwas irritierend. Auch das neue Album „Discipline“ der Band aus Straßburg ist sperrig, außergewöhnlich und genau deshalb ganz fantastisch.

Daphni: Ye Ye

Macht Arjen Robben jetzt auf Techno DJ, oder was ist da los? Nein, keine Sorge, der Bayern-Kicker bleibt bei seinem runden Ball. Und an den Turntables macht sich sein Doppelgänger Dan Snaith zu schaffen, der sich jetzt Daphni nennt, früher aber schon als Caribou Erfolge feierte. „Jiaolong“ heißt das neue Album, das schon in sämtlichen Blogs und sogar vom Feuilleton gefeiert wird. Der Sound wird vielerorts als Africa-Funk-House bezeichnet. Ich meine, es hört sich an wie frischer, gut tanzbarer Electro. Vorteil des hier vorgestellten Songs zudem: Um mitzusingen, muss man lediglich die beiden Wörter des Refrains beherrschen: Ye Ye! In diesem Sinne, have a nice day!

Peaches: Burst (Bart B More Dub Mix)

Yeah, das knallt ja wohl mal richtig rein. Peaches macht nicht mehr auf Operndiva, sondern hat eine neue EP am Start. Produziert wurde „Burst!“ vom Hamburger DJ Boysnoize und dem aus Brooklyn stammenden XXXchange. Ja Mann, genau so mögen wir unsere Queen of Noise!
Mehr: http://peachesrocks.com

Atoms For Peace: Default

Der Slogan „Atoms for Peace“ ist fast 60 Jahre nach der Eisenhower-Rede und anderthalb Jahre nach Fukushima ein etwas gewagter Slogan. Als Bandname dient er der nächsten „Supergroup“, die aus Thom Yorke, Flea, Nigel Godrich (langjähriger Radiohead-Produzent) Joey Waronker (Beck), and Mauro Refosco (bekannter Percussionist, u.a. für die Red Hot Chili Peppers) besteht. Der Radiohead-Einfluss ist natürlich deutlich zu hören, was aber auch an der Yorke-Stimme und der relativ ruhigen Stimmung liegt.

Who Made Who: Running Man & The Sun

Who Made Who haben ein 11-minütiges Video zu ihren beiden Singles „Running Man“ und „The Sun“ gedreht. Darin nehmen sie die Kreativindustrie auf den Arm. Mitarbeiter müssen eine Liste mit zehn Dingen ausfüllen, die man vor dem 40. Lebensjahr gemacht haben soll. Und sie bestücken sie mit lauter oberflächlichen Yuppie- und Konsum-Mist – z.B. „Work in Media and Communication“ oder „Sports Car“. Die ganze Story endet höchst dramatisch. Wow, da waren die drei Dänen aber ganz schön gesellschaftskritisch! Finde ich sehr gut. Außerdem liebe ich ihren Sound. Anschauen! Reinhören!
Und hier geht’s zur Website!

Dntl: Jitters


Roderich Fabian vom Zündfunk drüben
sucht und findet im Albumtitel Aimlessness schon wieder die Metapher von der Ziellosigkeit der anspruchsvollen elektronischen Musik. ByteFM hingegen sieht es als „keine widersprüchliche Herausforderung, sondern eine würdigende Bereicherung“. Ich selbst habe mich noch nicht ganz entschieden. Ich gebe zu, ich habe mir mehr erwartet, auf der anderen Seite sollte mir mal jemand einen Künstler nennen, der solch konstant gute elektronische Musik macht.

Electric Ocean People: Hand Organ Melody

Zur Einstimmung auf das Wochenende gibt es jetzt und sofort großartigen Electro-Sound von Electric Ocean People. Dahinter stecken vier Hamburger, deren Debütalbum „Belly Of A Whale“ gerade fertig geworden ist und zusammen mit vier Remixen befreundeter Künstler auf der Band-Seite zum Download bereit steht. Der Song „Hand Organ Melody“ stammt von Me and Oceans und wurde von den Hamburgern neu bearbeitet. Und zwar richtig gut! Ein schönes Wochenende!