Towa Tei: Luv Connection

Towa Tei kommt aus Japan (ach!) und ist der Deejay hinter Deee-Lite (»Groove Is In The Heart«) und produzierte das erste Album von den Jungle Brothers. Mitte der Neunziger trat er auch viel Solo bzw. als DJ auf, sein Album »Future Listening!« war musikalisch, bis auf die Auskopplungen vielleicht, seiner Zeit mindestens 10, na gut, 5 Jahre voraus…

Hope Sandoval & The Warm Inventions: Drop

Durch Zufall bin ich auf Hope Sandovals (Solo?-)Projekt gestoßen, nachdem ich durch die Sopranos ein großer Anhänger von Mazzy Star und Sandovals Stimme wurde. Und ironischerweise hat sie 2001 ein Album mit Namen „Bavarian Fruit Bread“ aufgenommen, aus dem wiederum dieser Song ist. Das Original stammt von Jesus and Mary Chain, den Meistern der Sehnsucht.

Portishead: Roads

»Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Wenn’s so richtig scheiße ist, dann ist wenigstens noch Musik da. Und an der Stelle wo … wo’s am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.«

Wir gehen die gleichen Wege durch die Städte in denen wir leben und die Musik, die wir dabei hören verändert, was wir sehen und wie wir es wahrnehmen. Nach einiger Zeit hab ich mal wieder Portishead rausgekramt. Und ich muss sagen: Mit Portishead im Ohr fühlt sich die Welt wieder richtig an – so wie sie früher mal war.
Nebenbei: Ich habe eben zum ersten Mal ein bewegtes Bild von Beth Gibbons gesehen. Oh. Mein. Gott. Ich hatte nicht erwartet, dass sie so unglaublich poritsheadesque ist. Was für ein müder Abglanz sind doch die Alben. *zuamazongehunddiedvdkauf*
Frank Giering, der Floyd gespielt hat, ist letzte Woche im Alter von 38 Jahren gestorben.

Dusty Brown: This city is killing me

Ich mag Künstler, die in keine Schubladen passen, aber mir dennoch in ihrer Sound-Bandbreite gefallen. Dusty Brown aus Sacramento zum Beispiel: Ob Drum’n’Bass, Trip Hop oder Indie-Rock – „alles drin“, wie Béla Réthy sagen würde. Und weil es hier schon seit einer Woche durchregnet und der Münchner Sommer offenbar die Stadt verlassen hat bzw. nie wirklich ankam, trifft der Titel wunderbar meine Stimmung (hier gibts übrigens die neue EP inklusive des Songs kostenlos zum Download als zip-Datei, auf der MySpace-Seite darf gespendet werden).
Mehr: MySpace, iso50, Yourstru.ly

Quantic: Infinite Regression

Ganz anders als beispielsweise Star Trek, wo die tollsten Erfindungen zwar gemacht und genutzt, aber nie erklärt werden, zeigt diese Szene aus dem ansonsten grauenvollen Flucht vom Planet der Affen, dass man mit Phänomenen wie Zeitreisen auch anders, nämlich satirisch umgehen kann. Gerade der infinite Regress steht dafür, das man nichts begründen und schon gar nicht sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf ziehen kann.
Quantic hat mit »Infinite Regression«, von seinem Debutalbum »The 5th Exotic«, diesen satirischen Aspekt noch verstärkt, in dem er zwar beinahe den kompletten Filmdialog gesampled hat, aber leichte Veränderungen der Reihenfolge im Text vorgenommen hat. Und so endet sein Song noch selbstsicherer als die Filmszene:
Moderator: Do you believe that?
Hasslein: Absolutely. It is the only explanation.