Flight of The Conchords: Bowie's In Space

Flight of the Conchords sind schon sehr speziell, aber das ist David Bowie schließlich auch. Der ist dafür aber kein Stück witzig, was Bret und Jermaine ohne weiteres von sich behaupten können. Und sie haben Platten beim Label Sub Pop herausgebracht, was beweist: Grunge ist auch nicht mehr das, was er mal war.

Circulation: Green

Die grüne Circulation ist mit Sicherheit eines der feinsten Stücke funktioneller DJ-Musik in meiner Plattensammlung. Sie ist die erste einer ganzen Reihe von Aufnahmen mit farbigen Trance- und House-/Technonousenummern von Matt Jackson und Paul Davis. Ebenfalls zu empfehlen sind Red, Yellow, Cyan und Purple…

Eurovision Song Contest

Nach mehrmonatiger Dauerberieselung mit Lena Meyer-Landrut kann die deutsche Schlagernation Satellite nun auswendig mitrülpsen, wenn es heute abend wieder gehörig eins auf den Deckel gibt, von benachbarten Alpenrepubliken genauso wie von in Verschwörungszirklen zusammengerotteten Balkanbewohnern. Da legen wir hier lieber nochmal einen Grand-Prix-Klassiker auf: Ruslana siegte nicht nur 2004 beim Schlagerwettbewerb, sondern zog auch als eine der Symbolfiguren der orangenen Revolution in das ukrainische Parlament ein. Ambitionen dieser Art sind Lena (und vor allem Stefan Raab) hoffentlich fremd. Einen solchen Knaller wie »Wild Dances« hatte Deutschland allerdings zuletzt mit »Dschingis Khan« zu bieten (1979, 4. Platz).

Dead Can Dance: Rakim

Der genialistische Brendan Perry und die durchgeknallte, jodelnde Lisa Gerrard begleiten mich seit vielen Jahren durch die düsteren Abschnitte meines Lebens. Dead Can Dance geben beispielsweise einen wunderbaren Soundtrack zu Zugfahrten durch das verregnete Schleswig-Holstein ab.

Hier sehen wir einen Ausschnitt aus dem »Toward The Within«-Konzert/Film und Lisa beweist nicht nur durch die Kleidung während des Auftritts, sondern auch im folgenden Interview, dass da möglicherweise ein paar Schrauben locker sind, im Oberstübchen—was sie nicht davon abhält heute erfolgreich Filmmusiken zu produzieren.

Quantic: Infinite Regression

Ganz anders als beispielsweise Star Trek, wo die tollsten Erfindungen zwar gemacht und genutzt, aber nie erklärt werden, zeigt diese Szene aus dem ansonsten grauenvollen Flucht vom Planet der Affen, dass man mit Phänomenen wie Zeitreisen auch anders, nämlich satirisch umgehen kann. Gerade der infinite Regress steht dafür, das man nichts begründen und schon gar nicht sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf ziehen kann.
Quantic hat mit »Infinite Regression«, von seinem Debutalbum »The 5th Exotic«, diesen satirischen Aspekt noch verstärkt, in dem er zwar beinahe den kompletten Filmdialog gesampled hat, aber leichte Veränderungen der Reihenfolge im Text vorgenommen hat. Und so endet sein Song noch selbstsicherer als die Filmszene:
Moderator: Do you believe that?
Hasslein: Absolutely. It is the only explanation.