Lykke Li: I'm good, I'm gone

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„This is the anthem for those who try to accomplish something hard“ steht in einem Kommentar unter dem YouTube-Video. Und besser kann ich es nicht ausdrücken: Von Rhythmus bis Text gleicht dieser Song einem Langstreckenlauf. Bestens geeignet für ebensolche, den morgendlichen Sprung aus dem Bett oder die letzten Züge eines Projekts, das man schon nicht mehr sehen kann. Fleißig, diese Schweden
Mehr: MySpace, Iheartberlin.de, Aufgemischt.com

Avi Buffalo: What's in it for?

Dieser Beitrag enthält doppelte Verwunderung. Einmal, weil das Ex-Seattleszeneundso-Label Sub Pop so viele erstaunliche Künstler in seinen Reihen hat. Und zum Zweiten, weil Avigdor Zahner-Isenberg a.k.a Avi Buffalo und seine Band solch erstaunliche Songs wie „What’s in it for?“ schreiben, obwohl sie alle erste gerade ihren College-Abschluss gemacht haben (und ja, die Shins klingen deutlich durch). Wobei die Stimme natürlich locker eine dritte Verwunderung her gibt. Sänger statt Journalist ist definitiv die richtige Wahl für den jungen Herrn. Heute Abend übrigens im Bang Bang Club in Berlin live zu erleben.
Mehr: MySpace, What’s in it for (kostenloser mp3), Das Album als Stream, Reling sichern, Musikjunkie4life

Joy Division: Atmosphere

Nicht all ihre Songs sind große Meisterwerke. Doch Bands wie U2 oder Nine Inch Nails sind ohne ein Album wie Closer unvorstellbar. Den Zenit ihres Ruhmes erlebten Joy Division, als die Band bereits nicht mehr existierte. Doch die Tragödie einer Band wiegt nie so schwer wie die Tragödie eines einzelnen Menschen.

Heute vor 30 Jahren nahm sich Ian Curtis, Sänger von Joy Division, das Leben.

CALLmeKAT: Bug In A Web

So wie CALLmeKAT könnten sich Portishead anhören, wenn sie mal ihren Arsch hochbekommen würden. Doch die Welt ist ungerecht, Portshead schmoren weiter in ihrem eigenen Saft und die Dänin Katrine Ottosen (wir dürfen sie Kat nennen) füllt auf absehbare Zeit keine Hallen, sondern muss die kleinen Clubs bespielen. Und um das Spinal-Tap-Klischee perfekt zu machen, schreibt dann auch noch die Rote Sonne (wo CMK morgen auftritt) auf der Homepage ihren Namen falsch. Vielleicht tröstet es Frau Ottosen, in diesem kleinen Blog ein wenig Aufmerksamkeit zu erhalten.
Mehr: MySpace, NPR, Esper Magazine

Beach House: Zebra

Eine Bekannte aus Baltimore hat sich einmal beschwert, dass sie ständig gefragt wird, ob es dort wirklich so wie in The Wire zugeht. Nun, nichts könnte ein größeres Kontrastprogramm zur kaputten Wire-Welt bieten als die Musik von Beach House, die just aus dieser Stadt stammen. Eine Stimme, als hätte Nico von Velvet Underground endlich ihren Frieden gefunden. „You know you’re gold, you don’t gotta worry none“. Pures Gold ist auch die Schulchor-Coverversion dieses Songs. Das Beste, was diesem Lied passieren konnte.
Mehr: MySpace, Auftouren, Tasties to the lions, Langweiliges Rezensionsgeblogge, NPR, BBC

The National: Terrible Love

The National schreiben Hymnen, die nicht nach Hymnen klingen. Das ist auch auf dem neuen Album High Violet so, das vor wenigen Tagen erschienen ist. Ich mag an The National, dass ihre Stücke niemals den einfachen Weg nehmen, den Spannungsbogen für den Ohrwurm-Refrain aufgeben. Musik wie ein täglicher Heimweg in der Abenddämmerung.
Mehr: NYTimes, ByteFM,Nicolrola, Fisches Nachtgesang

Rocky Votolato: Lucky Clover Coin

München, Du machst es mir nicht leicht. Da warte ich seit Wochen auf gute Konzerte, und heute präsentierst Du mir gleich mehrere an einem Abend: Die Schweden von Hellsongs machen für mich eigentlich das, was „Nu Metal“ immer hätte sein sollen. Der tiefschwarze Seattle-Veteran Mark Lanegan ist solo mit Sicherheit auch das Eintrittsgeld wert. Ich entscheide mich jedoch für den dritten Weg, Rocky Votolato, der auch aus Seattle kommt.
Rocky scheint irgendwie dazu verdammt, ein ewiger Insidertipp zu bleiben (das war schon mit seiner früheren Band Waxwing so). Dabei sind seine Songs von ehrlicher Melancholie, von schmerzlicher Schönheit… ach, was gerate ich ins Schwärmen, hört es Euch selber an – und kommt, falls Ihr aus München seid, ins Feierwerk. Mit Matze Rossi tritt Schweinfurts gute Seele im Vorprogramm auf, dessen Songs nicht nur mich bereits ein halbes Leben begleiten.
Mehr: Canyouseethesunset (mit mp3-Download), Reling sichern (mit Waxwing mp3s), Mainstage

NOFX: The Decline

Wenn ein Punkrock-Song 18:19 Minuten dauert, kann das ziemlich in die Hose gehen. Oder es kann ganz groß, ja epochal werden – so wie bei NOFX. Zum Ende des vergangenen Jahrtausends haben sie mit „The Decline“ einen Pflock in die Erde gerammt, der das Genre des Skatepunk überdauern wird. Nie waren sie besser, nie wurden sie ihrem Ruf als Pioniere gerechter. Man kann über den dicken Mike denken, was man will, das hier ist ein Meisterwerk.
Mehr: Live-Version

Best Coast: When I'm With You

West Coast – Best Coast: Bei derartigen Wortspielen drohen eigentlich Strafzahlungen an David Hasselhoff und die Los Angeles County Lifeguards sowie eine Blogsperre auf Lebenszeit. Doch hey, das ist Kalifornien und Best Coast (hinter der hauptsächlich die talentierte wie gut vernetzte Bethany Cosentino steckt) machen auch wirklich beste Indie-Strandmusik.
Ein bisschen Beach Boys, ein bisschen Breeders, ein bisschen Melancholie – fertig ist eine der meistgerauntesten Bands der Stunde. Und das alles ohne komplettes Album – der Song Our Deal findet sich beispielsweise im Soundtrack eines Xbox-Spiels. Ob der süße Kaugummi auch nach dem ersten Zuckerschock noch schmeckt? Ich empfehle testweise einen Konzertbesuch – und zwar in den nächsten Wochen in Hamburg, Berlin, Mannheim und Dresden.
Mehr: BestyCoasty-Blog, MySpace, GorillaVsBear, Netznovela, Velourscarpetsforlovers

One

Wir mögen Musik. Wir, das sind derzeit Ben, Nico und ich (Johannes). Und wir sind der Meinung, dass manche Songs zu gut sind, um sie einfach in irgendwelchen Playlists vergammeln zu lassen. Deshalb bloggen wir über sie. Jeden Tag über einen Song, um genau zu sein. Punkt 6 Uhr. Ein paar Worte, mehr nicht, die Musik soll sprechen. Songdestages.de ist Work in Progress – wir freuen uns über Feedback und über Ideen, falls jemandem zum Beispiel ein besserer Name (das hier ist eigentlich eher ein Arbeitstitel) und Claim für das Blog einfällt.
Auf One bin ich das erste Mal in der Version der Band Filter gestoßen – eine Coverversion für den Soundtrack des X-Files-Films, inklusive düsterem Videos mit Auftritt des “Krebskandidaten“.  Die Originalversion kannte ich damals nicht. Ein Jahr später hörte ich das Lied wieder – intoniert von Aimee Mann für die musikalische Untermalung des surreal-melancholischen Schicksalsdramas Magnolia.
Perfekt, dachte ich, das ist also das Original aus den Sechzigern. Von wegen: Der amerikanische Songwriter Harry Nilson schrieb das Lied ursprünglich, bekannt wurde es 1969 durch die Version der Späthippieband Three Dog Night (die wiederum in diesem Artikel aus dem NYMag sehr indirekt mit der Entstehung des HipHop in Verbindung gebracht werden). Und meines Erachtens ist dies auch die beste Fassung. Zusammen mit dem YouTube-Knetvideo ein passender Opener für unser Blog.