Max Herre: A.N.N.A. (MTV Unplugged)

Pitschpatschnass floh ich unter das
Vordach des Fachgeschäfts, vom Himmel goss ein Bach, ich schätz
Es war halb acht, doch ich war hellwach
Als mich Anna ansah, anlachte
Ich dachte, sprich sie an, denn sie sprach mich an
Die Kleidung, ganz durchnässt, klebte an ihr fest
Die Tasche in der Hand, stand sie an der Wand
Die dunklen Augen funkelten wie ’ne Nacht in Asien
Strähnen im Gesicht nehmen ihr die Sicht
Mein Herz, das klopft, die Nase tropft, ich schäme mich
Benehme mich dämlich, bin nämlich schüchtern
„Mein Name ist Anna“, sagte sie sehr nüchtern
Ich fing an zu flüstern:“Ich bin Max aus dem Schoss der Kolchose“
Doch so ’ne Katastrophe, das ging mächtig in die Hose
Mach mich lächerlich, doch sie lächelte:“Ehrlich wahr, Mann“
Sieh‘ da, Anna war ein Hip-Hop-Fan

Der alte Freundeskreis-Hit „Anna“ ist immer noch der beste Song von Max Herres gerade erschienenem MTV Unplugged Album. Was für Erinnerungen!

Ebow: Oriental Dollar

Sie ist die Münchner Ausgabe von M.I.A. – nur punkiger: Ebru Düzgün aka Ebow. Die Türkin macht Oriental-Hip-Hop und rappt über Dönerspieße, Multi-Kulti, den Münchner Hauptbahnhof und über die Lebenswelt eines türkischen Mädchens in Deutschland. Erst vergangenes Wochenende habe ich sie live gesehen und man kann nur hoffen, dass diese 25-Jährige noch ganz groß wird.

Metronomy: I'm Aquarius

Ein Zeichen der Dinge, die da kommen? Love Letters, das neue Metronomy-Album, erscheint Anfang nächsten Jahres. Weniger Dancefloor, mehr Sofa, wie jüngst jemand sagte. Die erste Single I’m Aquarius scheint zumindest in diese Richtung zu deuten.

Mogwai: The Lord is Out of Control

Zu meiner großen Freude gibt es was Neues von Mogwai. „The Lord is Out of Control“ kommt in bewährter Manier der Schotten daher und ist Vorbote des neuen Albums „Rave Tapes“, das im Januar erscheinen soll. Die Postrocker aus Glasgow gibt es nun schon seit 1995, aber man muss sagen, sie haben es immer noch drauf.

Snoop Dogg: Fade Away

20 Jahre nach seinem Debütalbum „Doggystyle“ haut Snoop Dogg 2013 sogar zwei Alben raus. Auf dem aktuellsten Werk „7 Days Of Funk“, das am 13. Dezember erscheint, singt er mehr als dass er rappt. Es ist HipHop, R’n’B, Funk, Soul und 80er-Ästhetik, die der Gute hier zusammenmixt. Am Allerschönsten sind aber Snoops Löckchen in dem Video. Hier hat er sich wohl von dem jungen Paul Breitner inspirieren lassen. Love it!

Bilderbuch: Maschin

Die vier Hitzköpfe von Bilderbuch haben mit ihrer neuesten EP „Feinste Seide“ einen echten Knaller rausgehauen. Nachdem mir ungefähr 184 Personen gesagt haben, wie geil die neuen Songs der Wiener Band sind, habe ich sie mir auch mal reingezogen und muss sagen: Sie alle haben Recht. Mein Lieblingstrack ist „Maschin“, den man wirklich rauf und runter hören kann. Wobei das Video auch nicht zu verachten ist.

NinaMarie: Das Hochzeitsgeschenk

„Wie heißt denn deine Tochter? – Ich habe keine, und wie heißt deine? – Ich habe keine, aber wenn ich eine hätte, hieße sie Nina. – Meine Marie.“ So entstand angeblich diese Band, hinter der zwei bekannte Nasen stecken: Marten Ebsen spielt Gitarre bei Turbostaat, Thomas Götz Schlagzeug bei den Beatsteaks. Das Mini-Album Feuer in der Nachbarschaft ist schon im März erschienen.

Lizzo feat. Sophia Eris: Batches & Cookies

Das Haus aus Eminems Kindheit ist abgebrannt und Lizzo hat Detroit schon im Alter von zehn Jahren verlassen. Aber manchmal wartet die musikalische Zukunft weit weg von Zuhause – zum Beispiel in Texas, wo Lizzo laut Pressemappe folgendes passierte:
In fact, it was after she stumbled across a Destiny’s Child performance at Wal-Mart that Lizzo—then a 5th grader– was inspired to start writing music on her own.
Ich ahne: Wir tendieren die Mainstream-Musikkultur zu unterschätzen.