White Lung: Thick Lip


White Lung
aus Vancouver finden sich nach einem halben Jahrzehnt an Mini-Touren und DIY-Bandleben inzwischen in der popkulturellen Hypemachine wieder. Vor einigen Monaten von Pitchfork gepusht, spielen sie nun zwei Showcases beim SXSW. Thick Lip ist der wohl aggressivste Song ihres 2012er-Albums Sorry, das sonst durchaus mit dem Mainstream kompatible Songs enthält. Vielleicht deshalb ja der entschuldigende Albumname.

Dusted: Into the Atmosphere

Brian Borcherdt tümmelt sich schon seit Zeiten von Kassettentapes in der kanadischen Musikszene und war unter anderem Mitglied von Holy Fuck. Dusted ist eines seiner vielen Projekte und die Musik hört sich für mich nicht nur wegen des Videos in der Tat wie ein vertonter Super-8-Film an.

Twigs & Yarn: Mermaid Wetness

Twigs & Yarn stammen aus Texas, wo ab nächster Woche in Austin wieder einige ziemlich gute und bislang recht unbekannte Bands beim SXSW zu hören sein werden. Sie machen eine Art Elektroexperimentalsound, in dem auch zuächst musikfremd erscheinende Dinge (Kinderrasseln etc.) vorkommen.

Steppenwolf: Born To Be Wild

Get your motor runnin‘
Head out on the highway
Lookin‘ for adventure
And whatever comes our way
Yeah Darlin‘ go make it happen
Take the world in a love embrace
Fire all of your guns at once
And explode into space …
… das ist das Motto des heutigen Tages!

Chelsea Light Moving: Groovy & Linda

Man braucht sich den Sound von Chelsea Light Moving nur kurz anhören, dann weiß man sofort, woher einem diese schrägen Gitarrenriffs bekannt vorkommen. Kopf der neuen Band ist nämlich Thurston Moore, der bereits mit seiner legendären Combo Sonic Youth 30 Jahre auf der Bühne stand. Mit der Trennung von seiner Frau und Gitarristin Kim Gordon, kam auch das Ende der Band. Jetzt macht Moore eben Krawall mit anderen Gesinnungsgenossen. Und es ist einfach nur: großartiger Lärm!

Adam Green & Binki Shapiro – Just To Make Me Feel Good

Wunderbarer California-Pop-Folk bekommt ihr heute von Adam Green auf die Ohren. Der Lo-Fi-Folk-Poet aus New York hat sich mit der kalifornischen Sängerin Binki Shapiro zusammengetan. Was dabei herauskam, kann sich wirklich hören lassen. „Just To Make Me Feel Good“ ist perfekt, um in den Tag zu starten. Macht gute, gute Laune!

Chvrches: The Mother We Share

Die schottische Band Chvrches sind DER Geheimtipp 2013. Musikjournalisten und Blogger sagen der Band für dieses Jahr den großen Durchbruch vorher. Und wenn man sich den Sound der drei Musiker aus Glasgow anhört, ist man gewillt, diesen Weissagungen Glauben zu schenken. Lauren Mayberry liefert die ätherische Stimme zum Synthie-Sound von Iain Cook und Martin Doherty. Wunderbar!
Im Mai 2012 veröffentlichten sie ihren ersten Song „Lies“. Im September kam „The Mother We Share“ und etablierte den typischen Chvrches-Sound: Groß klingende Synthesizer-Melodien mit rudimentärem Frauengesang, der tieftraurig und gleichzeitig höchst euphorisch klingt.
Und wieso schreibt sich Chvrches so seltsam? Mit „v“ statt mit „u“? Dem „Guardian“ gaben sie eine höchst einleuchtende Erklärung dafür: „tired of competing with Jesus for internet hits“. Ich jedenfalls bin total begeistert vom Sound der Schotten und hoffe auf mehr, viel mehr.

Turbostaat: Sohnemann Heinz

Turbostaat – Sohnemann Heinz from Clouds Hill on Vimeo.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich vor vielen Jahren im Auto einmal Turbostaats erstes Album Flamingo aus dem CD-Player nehmen musste, weil mein Bruder lautstark gegen den „Krach“ protestierte. Damals war das ein großes Kompliment, die neueren Sachen sind dann doch sehr hörbarer Krach. Sohnemann Heinz heißt der Vorgeschmack auf das neue Album Stadt der Angst, das im April erscheint, was eine ziemlich feine Sache ist. Und zu möglichen Gefälligkeitsvorwürfen sei gesagt: Lass die Deppen ordentlich schrei’n, das ist auch Dein Zuhause!
Tour:
24.04.2013 – Marburg / KFZ
25.04.2013 – Dresden / Beatpol
29.04.2013 – München / Feierwerk
02.05.2013 – Frankfurt / Nachtleben
03.05.2013 – LU-Luxemburg / Dqliq
04.05.2013 – Köln / Gebäude 9