Grade: A Year in the Past, Forever in the Future

Grade waren eine Muckerband. Sagt die eine Seite. Grade haben Screamo gemacht, als es diese Musikrichtung überhaupt noch nicht gab. Sagen die anderen. Ich sage: A Year in the Past… (hier leider nur im Radio Edit und mit unsynchronem Video) gehört zu den Songs, mit denen ich besondere Erinnerungen verbinde. In diesem Fall: Mein Aufsteh-Soundtrack zu Erasmus-Zeiten.

The Pains of Being Pure At Heart: Heart In Your Heartbreak

Kinners, was ist nur mit der Zeit los: Das letzte Album von TPoBPAH lief 2009 noch rauf und runter (der nostalgische Einschub „ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen“ darf hier nicht fehlen), und jetzt steht für 2011 schon ein neues an. Einen Vorgeschmack liefert die Single Heart In Your Heartbreak. Ich bin ja eigentlich gestrenge, was Zuckersüße in Songs angeht, aber bei Bands wie TPoBPAH oder den Raveonettes drücke ich immer ein Auge zu. So darf alternativ angehauchte Popmusik (ist das die politisch korrekte Bezeichnung?) gerne klingen.
(Wie so häufig via the fabulous reling sichern)

The Gaslight Anthem: American Slang

Eigentlich wollte ich heute mein eigenes, zwölfstimmig durchkomponiertes Flötenwerk vorstellen. Aber da ich gestern mit etwas Glück eine Karte für das heutige ausverkaufte Konzert von The Gaslight Anthem ergattert habe, muss das wohl ausfallen. Schon bizarr, als ich die Band das bisher einzige Mal gesehen habe, haben sie noch vor 300 Menschen im Magnet in Berlin gespielt. Heute wird es wohl eine klassische Rockshow vor mehreren tausend Zuschauern. Wir werden erwachsen, die Band und ich.

Sparklehorse: sad & beautiful world


Mark Linkous besaß in seinen besten Momenten die Gabe, eine Art Songzeichner zu sein. sad & beautiful world ist eine dieser musikalischen Bleistiftskizzen, in denen wenige Striche ein Bild ergeben, dessen Schönheit ohne den Weißraum nicht vorstellbar wäre.

Mr. Bungle: None of Them Knew They Were Robots

Um die Jahrtausendwende hatte ich das Vergnügen, Mr. Bungle im proppevollen Substage von Karlsruhe sehen zu dürfen. Dieses Glück hatte ich einem Zufall zu verdanken: Auf einem Open Air stand ich zufällig zwei Reihen vor einem langhaarigen Typen, der bei einem Auftritt der schwedischen Punkrocker von Millencolin in einer Songpause laut „Mr. Buuuuuuuungle!!!!!!!“ rief – worauf ich ihn mir sofort schnappte, denn ich kannte damals relativ wenige Fans solch exquisiter Musik.
Er erzählte mir, dass er zwei Wochen später mit seinen Freunden zu eben diesem Konzert fahren würde und ich lud mich nach einem spontanen Begeisterungsanfall ebenso spontan zu diesem Trip ein. Meiner Erinnerung nach hörten wir die kompletten 2×250 Kilometer Slayer-Alben. Mr. Bungle ist übrigens meiner bescheidenen Meinung nach das beste aller Patton-Projekte.