Sleeping States: Breathing Space

Manchmal kommt mir das Jahr 2010 wie die zweite Hälfte der Sechziger vor, als die Songwriter die Popkultur prägten, nicht ahnend, dass sie schon bald von einer Armee verzerrter Gitarren in ihre stille Nische zurückgetrieben würden. Nicht, dass ich dabei gewesen wären…
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The Weakerthans: Left and Leaving

In meinem Bekanntenkreis und auch bei mir erleben gerade die Weakerthans ein Revival. Und das mit Recht. Left and Leaving aus dem Jahr 2000 ist nicht nur ein klasse Album, die Textzeilen des Titelsongs gehören zum Ehrlichsten, was jemals über gescheiterte Beziehungen gesungen wurde.
Oder geht es etwa doch um Spione?

Sound Stream: Let's break

Die Webseite des Labels Soundhack, auf dem diese Scheibe erschienen ist, sieht ein wenig so aus, als wäre dort seit dem Erscheinen von Sound Stream nichts mehr passiert. Dafür klingt der Text dort mehr als selbstbewusst.

Let’s be honest: most of today’s club music protagonists are as exciting as dead meat. Or if you wish to choose more friendly words, we agree that they are servants of an alternative entertainment industry. Frank Timm a.k.a. Soundhack alias Soundstream is the great exception to this rule.

Nee, is klar.

Egoexpress: Telefunken

Dieser Sound zwischen Synthpop und Technohouse… und da klingt doch das Sportschauballett mit… Egoexpress kommen, obwohl sie wahnsinnig nach Köln klingen, doch aus Hamburg und Mense Reents kennen vielleicht einige von den (Achtung) Goldenen Zitronen. »Telefunken« war ihr einziger Hit im Sinne von in der Hitparade und hatte sogar ein Video. Ganz grosses… Fußballballett

Dan Mangan: The Indie Queens Are Waiting

Dan Mangan erfüllt alle Klischees eines Indie-Barden im Jahr 2010: Reibeisenstimme, Bart und Akustikgitarre, dazu natürlich die Aura des Geheimtipps, der bald nicht mehr besonders geheim sein wird. Eigentlich zeitlose Indie-Troubadour-Qualitäten. Darüber könnte man sich lustig machen, aber ich freue mich lieber über diese kleine Indie-Hymne und widme den Song der guten R., die inzwischen in Mangans Heimatstadt Vancouver ihr Glück sucht und sicherlich auch ne gute Indie-Bardin abgeben würde, könnte sie nur singen.
Mehr: MySpace, WhiteTapes

Janet Jackson: Got Till It's Gone

Oh, mal ein offizielles Video, dass noch nicht aus Youtube gekickt wurde. Meiner Meinung hat Janet Jackson vor dem Remake der bekannte Joni Mitchell Nummer nur Müll gemacht und danach nur noch Schrott. Möglicherweise liegt das an der Zusammenarbeit mit Q-Tip von A Tribe Called Quest und den Vocals von… Joni Mitchell natürlich. Ich habe davon eine Doppel-Maxi mit Remixen, die – wie das Original – wirklich unglaublich sind und tatsächlich alle Musikstile von Drum & Bass über 2Step-Garage bis hin zu Deephouse bedient. Das Video ist auch super…

A Classic Education: What My Life Could Have Been


Drüben, nur einen Link weiter, bittet der geschätzte Kollege Dirk von Gehlen darum, ihm und uns allen das gute Leben zu erklären. Auf eine mögliche Antwort bin ich bei der Band A Classic Education aus Bologna und ihrer Songzeile „Oh can’t you see, what my life could have been?“ gestoßen: Bittere Wahrheiten in süße Melodien einpacken. Kleiner Nachteil: Geht leider nur, wenn man Musiker ist.
Mehr: MySpace, Nicorolas Blog, Whatz That Noize

Towa Tei: Luv Connection

Towa Tei kommt aus Japan (ach!) und ist der Deejay hinter Deee-Lite (»Groove Is In The Heart«) und produzierte das erste Album von den Jungle Brothers. Mitte der Neunziger trat er auch viel Solo bzw. als DJ auf, sein Album »Future Listening!« war musikalisch, bis auf die Auskopplungen vielleicht, seiner Zeit mindestens 10, na gut, 5 Jahre voraus…