Q And Not U: Soft Pyramids

Posthardcoreirgendwas, äußerst tanzbar. Das Etikett klebt heute auf so einigen Kapellen, Q And Not U waren jedoch eine der Bands, die diese Musikrichtung bereits 2002 auf den Weg gebracht haben. Könnte irgendwie heute auch noch erscheinen, der Song (und das Video ist ja allerliebst!); nur leider hat sich die Band bereits 2005 aufgelöst. Eine Prise des Einflusses lässt sich noch in John Davis‘ aktueller Band Title Tracks hören, aber da ist mir die Dosis zu gering.
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DJ Koze: Deine Reime sind Schweine

Dieser Song hat eigentlich einen Status wie das Grundgesetz, Jesus oder der Mond – man geht davon, dass ihn jeder kennt. Und ihn in einen Diskurs einzuführen, mit dem Impetus, einer der Beteiligten könne ihn nicht kennen, ist ein unverzeihlicher Affront. Ich finde, man sollte den ganzen Song zur rhetorischen Figur erheben … tuus porcus, mea delicatus … oder so änhlich … ich kann kein Latein.

The Knife: Colouring of Pigeons

The Knife sind die einzige Band, die sagen kann „Hey, wir machen eine Elektro-Oper“ und mich dabei nicht skeptisch die Stirn runzeln lässt. „Tomorrow, in a Year“ basiert auf den Ideen von Charles Darwin, aber das spielt keine Rolle, denn es sind die musikalischen Collagen, die wachsen und wachsen. So hört es sich an, wenn im 21. Jahrhundert E- und U-Musik verschmelzen.
Mehr: MySpace, Laxmag, Culturshock.de, MeinblogistmeineBurg

Piebald: American Hearts

Gestern hat Ben ja Musik rausgekramt, die allgemein unter dem Begriff „Emo“ firmiert. Emo ist ein doofes Wort, und wenn Bands wie Jimmy Eat World oder Taking Back Sunday darunter fallen, möchte ich damit nichts zu tun haben. Aber es gibt auch Bands, die diese Musikrichtung für mich viel besser verkörpern als die Vielverkäufer: Jawbreaker sind zu nennen, oder auch Braid (später Hey Mercedes), die ich leider beide verpasst habe. Ich bin aber glücklich, dass ich mit Piebald die vielleicht unterschätzteste Band dieser Richtung im Sommer 2004 im Underground in Köln sehen konnte. Ein Publikum, das jeden Song mitsingt, eine lustige wie bescheidene Band und nirgendwo der Pathos, der das Genre zu einem Klischee gemacht hat (und das Album „We Are The Only Friends That We Have“ kann ich nur jedem ans Herz legen).
Mehr: MySpace, Vimeo (Long Nights Live)

Korallreven: The Truest Faith

Das passiert, wenn man James Last und die Pet Shop Boys mit einer Tüte Gras und ein paar Synthies auf dem Dachboden einsperrt. Blisspop nennt sich das, und bunte Fische gehören in so ein Video natürlich auch rein.

Eins Zwo: Flaschenpost

Hamburg, 12.7. 2010,
Hallo!
HipHop … das war von anfang an ein ziemlich komisches Ding. Ich hör nicht mehr viel davon. Aber Dendemann … der ist noch dabei. Schade, dass Eins Zwo auseinander gegangen sind. Mir hat der Minimalistische Sound besser gefallen. Was solls. Muss ja weitergehen.

Inu: Stephen Colbert

Drüben bei Reling Sichern finde ich immer wieder feine Musik, Stücke zwischen allen Stühlen und Schubladen sozusagen. Auch auf Inu aus San Francisco bin ich dort gestoßen. Die Beschreibung als Mischung aus Coldplay und Notwist ist so zutreffend wie abschreckend (für mich zumindest, zu Coldplay konnte ich nie einen Draht finden, The Notwist und ich gingen im Streit auseinander). Das Album wird drüben gestreamt und hört sich wie der ideale Soundtrack für Autobahnfahrten in der Dunkelheit an (sage ich, der gar kein Auto mehr hat…). Manchmal ein bisschen seeeehr schmalzgestenstadionrockig, aber hey: Wer Stephen Colbert einen Song widmet, kann keine schlechte Band sein.
Mehr: Facebook, Insomniaradio, Pigeon vs. Statue

Gorillaz: Journey to Plastic Beach

Es ist Sommer. Und wie. Und für mich haben die Gorillaz schon immer die besten Sommerhits gemacht. Und da bei dem Wetter eh nicht an richtige Arbeit zu denken ist, gibt’s heute ein 15minütiges Full-Feature-Sommer-Hitzefrei-Special.